Pro-Ject Open: Behrmann sorgt für Furore
Der erst 18-jährige Thilo Behrmann hat bei den Pro-Ject Open in Mistelbach für einen besonderen Erfolg gesorgt. Der beste österreichische U18-Spieler steht beim ITF-M15-Turnier in Niederösterreich zum ersten Mal in seiner Karriere in einem internationalen Herrenfinale und greift damit am Sonntag um 10:00 Uhr nach seinem ersten Profititel.
Behrmann (ATP 1929) präsentierte sich während der gesamten Turnierwoche in starker Form und überzeugte vor allem mit seinem aggressiven Spiel. „Ich bin mit meinem Spiel in dieser Woche bisher sehr zufrieden. Ich habe sehr aggressiv gespielt, und das hat gut funktioniert“, erklärte der aktuelle Jugendweltranglistensiebte den Schlüssel zu seinem Erfolg – nach seinem 6:1,-6:4-Halbfinalsieg über den sechstgereihten Italiener Gabriele Maria Noce (ATP 826), Viertelfinalbezwinger von Austro-Qualifikant David Wallechner. Dieser hatte als Überraschungsviertelfinalist seine ersten ATP-Punkte gesammelt.
Behrmann will seiner Linie treu bleiben
Auch im Endspiel will Behrmann seiner Linie treu bleiben. Gegen den auf drei gesetzten Ukrainer Nikita Mashtakov (ATP 663), der im Viertelfinale Alexander Wagner (ATP 1194) mit 7:6 (5), 4:6, 6:0 eliminiert hatte, möchte er erneut mit offensivem Tennis auftreten. „Ich werde mein Match morgen ähnlich anlegen“, so Behrmann. Für ihn ist das Finale ein weiterer wichtiger Schritt in seiner noch jungen Karriere. Der Teenager trifft auf einen neun Jahre älteren, erfahrenen Gegner und hat die Chance, in Mistelbach seinen ersten internationalen Titel auf Herrenebene zu gewinnen.
Der Titelkampf verspricht damit nicht nur sportlich einiges: Mit Behrmann steht ein großes österreichisches Nachwuchstalent vor dem vielleicht bislang größten Erfolg seiner Karriere – und das beim Pro-Ject Open in Mistelbach. Auch im Doppel hatte Behrmann aus rot-weiß-roter Sicht übrigens am stärksten abgeschnitten. Mit Florian Zimmer fuhr er durch den Einzug ins Semifinale die für beide ersten ATP-Doppelzähler ein. Erst dort kam gegen Tomás Lánik und Radovan Michalik knapp mit 6:3, 4:6 und 7:10 im Match Tiebreak das Aus. Die Slowaken verloren am Samstag das Doppelfinale gegen die drittgelisteten US-Amerikaner Theodore Dean und Aadarsh Tripathi knapp mit 6:2, 6:7 (4), 4:10.