45. International Spring Bowl: 9 ÖTV-Asse und Ivanisevic-Sohn am Start

Der Startschuss zum Jubiläumsturnier ist gefallen! Am Montagabend wurde im City Hotel in St. Pölten anlässlich der 45. Auflage der ALPSTAR International Spring Bowl presented by Sportland NÖ ein feierlicher Empfang abgehalten. Mit dabei waren unter anderen die ehemaligen Sieger:innen Alexander Antonitsch, Reinhard Wawra, Hans Priller, Ulrike Priller und Nico Hipfl sowie zahlreiche Funktionär:innen wie ÖTV-Sportkoordinatorin und -Billie-Jean-King-Cup-Kapitänin Marion Maruska, Turniergründer Harald Buchwald oder NÖTV-Präsidentin Petra Schwarz. Der Landtagsabgeordnete Andreas Bors kam in Vertretung von Niederösterreichs Sportlandesrat Udo Landbauer. Sportstadtrat Heinz Hauptmann vertrat die Stadt St. Pölten.
Große Bedeutung für Österreichs Tennis
Einigkeit herrschte bei den Gästen über die Wichtigkeit und Bedeutung von Österreichs traditionsreichstem Jugendtennisturnier, das im Jahr 1980 erstmals über die Bühne gegangen war und heuer seit 4. Mai und noch bis 10. Mai ausgetragen wird. Als ITF-J200-Event besitzt es auch international einen hohen Stellenwert. Austragungsort ist zum dritten Mal in Folge der Union Tennis Parkclub St. Pölten. „Es ist wichtig, dass wir den Spieler:innen im eigenen Land Turniere anbieten können“, erklärte NÖTV-Präsidentin Schwarz. „Es ist ein Riesenvorteil, wenn man ein Turnier vor der eigenen Haustür hat, bei dem man internationale Erfahrungen sammeln kann.“
Ähnlich sah es Antonitsch, der das Turnier im Jahr 1984 für sich entscheiden hatte können. „Die Bedeutung solcher Turniere wird oft unterschätzt. Denn viele Jugendliche sehen solche Turniere als großen Ansporn, es selbst auch einmal zu solchen Events hinzuschaffen. Es war damals ein großartiges Erlebnis für mich, das ich nicht missen möchte.“ Turnierorganisator Raimund Stefanits: „Es ist großartig, was hier in den letzten 40 Jahren passiert ist. Wir sind gemeinsam mit dem NÖTV noch nicht am Ende. Wir haben noch einiges vor“, so Stefanits, der im Rahmen der Veranstaltung das Zepter des Turnierdirektors vom mittlerweile 82-jährigen Harry Westreicher an Peter Aschauer weiterreichte.
Ivanisevic-Sohn in den Fußstapfen seines Vaters
Nicht nur heimische Größen waren in den vergangenen 45 Jahren ein fixer Bestandteil. Auch spätere Topstars wie Gabriela Sabatini (WTA 3), Iva Majoli (WTA 4), Goran Ivanisevic (ATP 1) oder Karol Kucera (ATP 6) machten ihre ersten Schritte im internationalen Tennis bei der Spring Bowl. In den letzten Jahren waren unter anderen Sebastian Korda oder Hugo Gaston am Start. Der Name Ivanisevic findet sich übrigens auch in diesem Jahr auf der Teilnehmerliste. Der 17-jährige Emanuel Ivanisevic ist der Sohn des früheren Wimbledon-Siegers.
ÖTV-Hoffnungen ruhen auf Behrmann
Aus österreichischer Sicht ruhen die Hoffnungen vor allem auf Thilo Behrmann. Der 17-Jährige ist bereits die Nummer 36 im Juniorenranking und in St. Pölten an Nummer zwei gesetzt. Der Wahlburgenländer, der letzte Woche beim ITF-J200-Turnier in Villach im Finale stand, trifft am Dienstag zum Auftakt auf den Spanier Eudald Gonzalez ITF 174).
Mit Alex Huszar (ITF 339), Alexander Gschiel (ITF 349), Gabriel Niedermayr (ITF 315) und Florian Zimmer (ITF 313) sind zudem vier rot-weiß-rote Wildcard-Starter bei den Burschen am Start.
Premiere für 14-jährige Fronek
Bei den Mädchen sind neben der sechstgesetzten Leonie Rabl (ITF 141) Johanna Andrea Corciova (ITF 1103), Avril Illetschko (ITF 2944) und Kara Fronek (ITF 1636) mit Wildcards für den Hauptbewerb bedacht worden. ÖTV-Sportkoordinatorin und -Billie-Jean-King-Cup-Kapitän Maruska war auf das Abschneiden der Österreicher:innen gespannt: „Thilo Behrmann ist sicherlich ein Mitfavorit bei diesem Turnier. Leonie Rabl hat auch das Potenzial, sehr weit zu kommen, sie hat mit der Rumänin Ioana Stefania Boian aber ein sehr taffes Erstrundenlos bekommen. Bei den Mädels haben wir zudem mit Kara Fronek eine erst 14-jährige Wildcard-Spielerin. Für sie ist es die erste Gelegenheit, bei so einem Turnier mitspielen zu können. Ich bin schon gespannt, wie sie sich schlagen wird“, so Maruska.
Vorjahressieger Hipfl: „Unvergessliches Erlebnis“
Im Vorjahr sorgte der Oberösterreicher Hipfl für den ersten Heimsieg bei der Spring Bowl seit Jurij Rodionov 2017. „Es war in meiner Jugendkarriere einer meiner schönsten Erfolge und hat mich auf jeden Fall gepusht, ich habe hier letztes Jahr sehr gute Gegner geschlagen. Das Niveau war sehr hoch. Es war ein unvergessliches Erlebnis“, erinnerte sich der 19-Jährige, der am Samstag beim ATP-Challenger-Turnier in Mauthausen an der Seite des Schweizers Jérome Kym überraschend den Doppeltitel holte, auch heute noch mit großer Freude an diesen Erfolg zurück.
Daten und Fakten
Austragungsort: Union Tennis Parkclub St. Pölten, Reinkeweg, A – 3100 St. Pölten.
Zeitplan:
- 6.–10. Mai: Hauptbewerb
- Freitag, 9. Mai: U12-Länderkampf Österreich – Ungarn
- Samstag, 10. Mai: Burschen- und Mädchenfinale
